Was versteht man unter einer Kaution?

Als Kaution wird eine Gabe bezeichnet, die für die Sicherheit desjenigen gilt der diese bekommt. Zum Beispiel ist es in Deutschland üblich das ein Vermieter einer Wohnung oder eines Hauses vor Bezug dessen eine Kaution nimmt (die Höhe darf 3 Monatsmieten nicht überschreiten). Diese Kaution ist dafür da das der Vermieter eventuelle Schäden durch den Mieter begleichen kann oder wenn der Mieter plötzlich keine Miete mehr zahlt. Sollte der Mieter allerdings ausziehen und übergibt die Wohnung bzw. das Haus in einwandfreiem Zustand und hat keine Mietschulden beim Vermieter, so ist dieser dazu verpflichtet, dem Mieter die gestellte Kaution in voller Höhe zurück zu erstatten, dafür hat er in der Regel 12 Monate Zeit.

Haftkaution

Man kann aber auch von der Kaution sprechen die gezahlt wird um einen Gefangenen aus dem Vollzug zu holen. Dies gilt allerdings nur während der Untersuchungshaft. Die Kaution soll somit auch wieder als gewisse Sicherheit dienen und ist von Delikt zu Delikt unterschiedlich hoch angesetzt. Meist sind es aber sehr hohe Summen. Sobald die Gerichtsverhandlung des Beschuldigten beginnt und dieser anwesend ist, bekommt er die Kaution zurück.

Ähnlich dem Prinzip einer Bürgschaft

Die Kaution ist immer zu Gunsten dessen der diese bekommt. Im Prinzip funktioniert diese genauso wie eine Bürgschaft. Das Wort “Kaution” kommt aus dem Lateinischen (“cautio”) und bedeutet Sicherheit bzw. Vorsicht. Die Kaution kann in bar, als Bürgschaft vor der Bank oder sogar als Pfand bzw. Verpfändung von Wertsachen erbracht werden. Zusätzlich muss die Kaution bei Mietsachen verzinsbar angelegt werden, der Vermieter darf sich aber die Bank aussuchen, ist also nicht verpflichet die Bank mit dem höchsten Zinssatz für den Mieter zu wählen.

Foto: ElenaR – Fotolia.com

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